Parkett im Badezimmer

Mit etwas Pflege lässt sich Parkett auch sehr gut in Feuchträumen nutzen und macht aus ihrem Badezimmer einen kleinen Wellness Bereich. Auch bei höheren Anfangskosten rechnet es sich, wenn bei einer späteren Renovierung das Parkett nur abgeschliffen und neu versiegelt werden muss.
Trotzdem ist immer noch das Vorurteil weit verbreitet, dass ein Holzboden nichts für das Badezimmer sei. Dem ist nicht so. Ein Bootssteg, ein Schiffsdeck, oder eine Terrasse samt Möbeln, bestehen meist aus Echtholz,  auch Fenster und Türen werden, seit Jahrzehnten, aus Holz gebaut. Es wird sich heutzutage viel zu schnell für einen Fliesenboden entschieden.
Ein großer Vorteil von Holz ist, das es Gerbsäuren enthält, diese Gerbsäuren wirken antibakteriell zudem besitzt Holz sehr gute Dämmeigenschaften und fühlt sich von Natur aus warm an. Holz sorgt für ein angenehmes warmes Gefühl beim Barfußgehen im Bad und wirkt mit seinen Brauntönen sehr beruhigend.
 
 
Eichen- und Nussbaum-Parkett ist den „Belastungen“ in Feuchträumen besonders gut gewachsen.
Da die Feuchtigkeitsschwankungen im Badezimmer recht hoch sind, sollten Sie dort ein Parkett verwenden, bei dem diese Schwankungen nicht so groß sind. Es eignen sich insbesondere ruhige Holzarten wie Eiche oder Nussbaum die nicht so stark auf hohe Umgebungsfeuchtigkeit oder wechselnde Temperaturen reagieren. Eiche und Nussbaum sind sehr schwind- und quellarm.
Wenn es besonders hochwertig sein soll, ist Teak eine sehr gute Wahl. Das Holz ist von Natur aus sehr harz- und ölhaltig und eignet sich bestens in einer feuchten Umgebung. Ähnliche Eigenschaften hat auch Douglasie, die sich ebenfalls gut fürs Bad eignet.
Auch wenn die genannten Holzarten sich nur wenig unter Feuchteinwirkung verändern, ist dennoch zu einer vollflächigen Verklebung des Bodens zu raten. Nur so lässt sich verhindern, dass sich Fugen zwischen den einzelnen Planken bilden oder das sich das Parkett wölbt.
Eine fachgerechte Verlegung und eine dauerhafte ordentliche Pflege sind daher sehr wichtig.
 
Oft wird auch angenommen, dass der, durch das Duschen oder Baden verursachte Wasserdampf dem Holz schaden würde. Dazu können wir sagen, dass oberste Gebot was in allen Räumen gilt: -ob tapeziert, gefliest oder mit Holz ausgestattet - ist Lüften! Bei regelmäßiger Lüftung entspricht die reguläre Luftfeuchtigkeit im Bad der eines normalen Wohnraumes. Durch Duschen oder Baden wird die Luft zwar kurzfristig feuchter, doch hat das keine Auswirkungen auf den Parkettboden. Als Faustregel gilt, dass Parkett bei normaler Raumtemperatur von 20 bis 22°C und einer Luftfeuchtigkeit von 55 bis 65 % dauerhaft auch im Bad haltbar bleibt.
Eine geölte Oberfläche hat im Bad den Vorteil, dass Wasser nicht direkt mit dem Holz in Berührung kommt und nicht durch Risse unter die Versiegelung geraten kann.
Kleine Pfützen nach dem Duschen oder Baden schaden dem Parkett nicht. Es ist allerdings wichtig, dass Sie das Wasser zeitnah aufwischen (wie sie es auch bei jedem anderem Boden machen würden). Da es bei einem Holzfußboden keine Fugen gibt, die mit der Zeit „gammelig“ werden können, ist ein Parkettboden im Badezimmer eine tolle Alternative. Ganz abgesehen von der unvergleichlichen Haptik von Holz.
 
Wir beraten sie gern persönlich.